Fassung 1.0 · Stand: 4. August 2026 · gültig für Buchbar
Diese Bedingungen regeln die Nutzung von Buchbar, der Terminbuchung von sentavel. Sie sind bewusst so geschrieben, dass man sie ohne Jurist versteht. Wo eine Regelung uns begünstigt, steht das offen da, statt sich hinter einem Nebensatz zu verstecken.
Anbieter ist:
Diese Bedingungen gelten für zwei Gruppen, und nicht jede Ziffer gilt für beide:
Ein Unternehmer nach § 14 BGB, der ein Betriebskonto führt und dafür zahlt. Für ihn gelten die Ziffern 1 bis 9 und 11 bis 12.
Ein Verbraucher nach § 13 BGB, der ein kostenloses Konto führt, um Termine zu buchen. Für ihn gelten die Ziffern 1, 2, 10 und 12.
Abweichende Bedingungen eines Betriebs gelten nicht, auch wenn wir ihnen nicht ausdrücklich widersprechen und die Leistung in Kenntnis von ihnen erbringen.
sentavel stellt bereit: einen Kalender, eine öffentliche Buchungsseite, eine Schnittstelle für KI-Assistenten, über die Kunden Termine anfragen und buchen können, sowie Bestätigungen und Erinnerungen per E-Mail.
Der Termin kommt zwischen dem Kunden und dem Betrieb zustande, nicht mit sentavel. Wir übermitteln und speichern ihn. Wir sind weder Vertragspartner der gebuchten Leistung noch Vermittler im Rechtssinne und schulden weder die Leistung selbst noch ihre Qualität.
Wir schulden die Bereitstellung der Software, nicht einen wirtschaftlichen Erfolg. Eine bestimmte Zahl von Buchungen, Kunden oder Umsatz wird ausdrücklich nicht geschuldet und nicht zugesagt.
Nicht Bestandteil der Leistung sind: Kassen- und Warenwirtschaft, die Abwicklung von Zahlungen zwischen Betrieb und Kunde, Buchhaltung, sowie jede Form von Rechts- oder Steuerberatung.
Buchbar ist nicht für besondere Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO bestimmt, insbesondere nicht für Gesundheitsdaten. Solange das so ist, dürfen im Freitext keine Angaben zu Gesundheit, Herkunft, Religion, Gewerkschaft, Sexualleben oder politischer Meinung erfasst werden.
Das Anlegen eines Betriebskontos ist ein Angebot. Der Vertrag kommt zustande, wenn wir das Konto freischalten. Bis dahin besteht kein Anspruch auf Nutzung.
Vor der Freischaltung prüfen wir, ob der Betrieb unter der angegebenen Anschrift tatsächlich besteht, unter anderem durch einen Brief mit einem Bestätigungscode an die Betriebsanschrift. Das schützt Betriebe davor, dass jemand in ihrem Namen Termine annimmt.
Wir können die Freischaltung ohne Angabe von Gründen ablehnen. Bereits gezahlte Beträge erstatten wir in diesem Fall vollständig.
Ein Betriebskonto darf nur anlegen, wer unbeschränkt geschäftsfähig ist und zur Vertretung des Betriebs berechtigt ist. Ein Privatkonto setzt ein Mindestalter von 16 Jahren voraus (Art. 8 DSGVO).
Verletzt der Betrieb diese Pflichten und nimmt ein Dritter uns deswegen in Anspruch, stellt der Betrieb uns von diesen Ansprüchen frei, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung. Das gilt nicht, soweit der Betrieb die Verletzung nicht zu vertreten hat.
Wir streben eine Verfügbarkeit von 99 Prozent im Monatsmittel an. Das ist ein Ziel, keine zugesicherte Eigenschaft und keine Garantie.
Nicht auf die Verfügbarkeit angerechnet werden: angekündigte Wartungsfenster, Störungen bei Vorleistern wie dem Rechenzentrum oder dem Mailversand, Angriffe von außen sowie Ereignisse höherer Gewalt. Wartungen kündigen wir nach Möglichkeit 48 Stunden vorher an und legen sie außerhalb üblicher Öffnungszeiten.
Wir dürfen Buchbar weiterentwickeln, solange der Kern der Leistung erhalten bleibt. Wird eine Funktion, die der Betrieb erkennbar wesentlich nutzt, entfernt oder erheblich eingeschränkt, kann er fristlos kündigen, und wir erstatten den anteiligen Betrag für den bereits bezahlten Zeitraum.
Buchbar kostet 19 € im Monat je Standort. Es gibt keine Einrichtungsgebühr und keine Mindestlaufzeit.
Zum Preis und zur Umsatzsteuer: Wir wenden derzeit die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG an, deshalb wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen. Fällt diese Regelung weg, bleibt der Zahlbetrag von 19 € unverändert und enthält von da an die gesetzliche Umsatzsteuer. Für den Betrieb ändert sich also nichts außer der Darstellung auf der Rechnung.
Die Rechnung geht monatlich per E-Mail. Sie ist innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug zu zahlen.
Wenn nicht gezahlt wird: Nach Ablauf der Frist mahnen wir und setzen eine Nachfrist von 14 Tagen. Verstreicht auch sie, können wir die öffentliche Buchungsseite vorübergehend abschalten. Der Kalender und alle Daten bleiben dabei vollständig erhalten und sind nach Zahlungseingang sofort wieder erreichbar. Gesetzliche Verzugszinsen bleiben unberührt.
Preisänderungen kündigen wir mindestens sechs Wochen vorher in Textform an und nennen den Grund. Bis zum Wirksamwerden kann der Betrieb ohne Frist kündigen. Kündigt er nicht, gilt der neue Preis ab dem genannten Zeitpunkt.
Aufrechnen kann der Betrieb nur mit Forderungen, die unbestritten oder rechtskräftig festgestellt sind. Ein Zurückbehaltungsrecht steht ihm nur wegen Ansprüchen aus diesem Vertrag zu.
Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Beide Seiten können jederzeit zum Ende eines Kalendermonats kündigen. Es genügt die Textform, also auch eine E-Mail. Im Konto gibt es dafür einen Knopf.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Seiten unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für uns insbesondere vor bei Zahlungsverzug von mehr als zwei Monatsbeträgen, bei rechtswidrigen Inhalten oder bei erheblicher missbräuchlicher Nutzung nach Ziffer 4.
Nach Vertragsende kann der Betrieb seine Daten 30 Tage lang exportieren, als vollständige Datei und als Tabelle der Termine. Danach löschen wir sie. Einzelheiten regelt Ziffer 9 des Auftragsverarbeitungsvertrags.
Ausgenommen sind Daten, die wir gesetzlich aufbewahren müssen, insbesondere Rechnungen nach § 147 AO und § 14b UStG. Sie bleiben gesperrt gespeichert und werden nur für steuerliche Zwecke verwendet.
Diese Ziffer ist der wichtigste Teil des Vertrags, deshalb steht sie ausführlich da.
Bei einfacher Fahrlässigkeit haften wir nur, wenn wir eine wesentliche Vertragspflicht verletzen. Das ist eine Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst möglich macht und auf deren Einhaltung der Betrieb regelmäßig vertrauen darf. Bei Buchbar sind das vor allem: die Termine richtig zu speichern, sie nicht doppelt zu vergeben und sie nicht an Unbefugte herauszugeben.
In diesem Fall ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt, der Höhe nach auf
Diese Beträge sind bewusst kein symbolischer Betrag. Eine Grenze, die den typischen Schaden erkennbar nicht abdeckt, ist unwirksam, und dann gilt gar keine Grenze. Eine maßvolle Grenze schützt besser als eine harte.
Für den Verlust von Daten haften wir nach den Absätzen oben nur bis zu dem Aufwand, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Sicherung der Daten durch den Betrieb für die Wiederherstellung entstanden wäre. Wir sichern täglich, das entbindet den Betrieb aber nicht davon, wichtige Daten auch selbst zu exportieren. Die Ausleitung nach Ziffer 8 steht dafür jederzeit bereit.
Wir schulden, dass Buchbar die über die Schnittstelle eingehenden Anweisungen richtig umsetzt. Für das Verhalten des Assistenten selbst haften wir nicht, insbesondere nicht für falsch verstandene, unvollständige oder frei erfundene Angaben. Solche Systeme werden von Dritten betrieben und sind unserer Kontrolle entzogen. Deshalb erhält jede Buchung eine Bestätigung, an der Kunde und Betrieb prüfen können, was tatsächlich eingetragen wurde.
Eine weitergehende Haftung ist ausgeschlossen. Die Regelungen gelten auch zugunsten unserer Erfüllungsgehilfen. Ansprüche wegen einfacher Fahrlässigkeit verjähren in zwölf Monaten ab Kenntnis; die gesetzliche Verjährung bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit und Schäden an Leben, Körper oder Gesundheit bleibt unberührt.
Ein Privatkonto ist kostenlos. Es dient dazu, eigene Termine zu sehen, zu verschieben und abzusagen und einen Zugangsschlüssel für den eigenen Assistenten zu erhalten.
Der Termin selbst kommt mit dem Betrieb zustande, nicht mit sentavel. Für die Leistung, die Preise und die Absagebedingungen ist allein der Betrieb zuständig.
Das Konto kann jederzeit ohne Angabe von Gründen gelöscht werden. Termine, die dann noch bevorstehen, bleiben beim Betrieb bestehen, weil er sie für seine Planung braucht.
Da das Privatkonto unentgeltlich ist, gelten die Vorschriften über Verbraucherverträge über entgeltliche Leistungen und ein Widerrufsrecht nach § 312g BGB nicht. Ein Anspruch auf ständige Verfügbarkeit besteht nicht.
Haftung: Für Vorsatz, grobe Fahrlässigkeit sowie Schäden an Leben, Körper oder Gesundheit haften wir unbeschränkt nach den gesetzlichen Vorschriften. Im Übrigen haften wir bei einfacher Fahrlässigkeit nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und begrenzt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Da die Leistung unentgeltlich ist, gilt zusätzlich der gesetzlich milderere Haftungsmaßstab für Schenkung und Leihe (§§ 521, 599 BGB), soweit er anwendbar ist.
Wir dürfen diese Bedingungen ändern, wenn sich Gesetze, Rechtsprechung oder unsere Leistung ändern. Wir kündigen die Änderung mindestens sechs Wochen vorher in Textform an und nennen den Grund. Bis zum Wirksamwerden kann der Betrieb ohne Frist kündigen.
Hauptleistung und Preis ändern wir nicht auf diesem Weg. Für sie gilt Ziffer 6 oder eine ausdrückliche Zustimmung.
Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern bleiben zwingende Schutzvorschriften ihres Aufenthaltsstaats unberührt.
Gerichtsstand ist unser Sitz, wenn der Betrieb Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist. Sonst gelten die gesetzlichen Regelungen.
Nebenabreden und Erklärungen bedürfen der Textform. Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.
Wir sind nicht verpflichtet und nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
Fassungen dieser Bedingungen
Fassung 1.0, 4. August 2026: erste Fassung, gültig für Buchbar.
8. August 2026: neues Aussehen, Inhalt unverändert.